Hauptmenü
Home
Alles über Katzen
Marktplatz
Branchenverzeichnis
Anzeigen
Wetter
Das Wetter heute
Sexualität und Aufzucht

Sexualität und Aufzucht

  • Sexualität
  • Das Ritual vor der Paarung
  • Die Paarung
  • Die Tragzeit
  • Das Heranwachsen der Kätzchen
  • Wann dürfen Kätzchen von der Mutter getrennt werden?
  • Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation

Sexualität
Katzen erreichen die Geschlechtsreife ungefähr zwischen dem sechsten und achten Lebensmonat, doch ist die körperliche Entwicklung erst einige Monate später abgeschlossen. In dieser Zeit werden die Unterschiede ziwschen Katze und Kater sichtbar. Während die Katze ein recht kleines, zierliches Tier ist, macht der Kater noch einmal einen kräftigen Schub und wird um einiges größer als seine weiblichen Artgenossen.

Wenn Katzen geschlechtsreif sind, dann geht das am Menschen nicht unbemerkt vorüber. Die Katze wird sehr anhänglich, schmusebedürftig und laut. Wenn sie keinen Kater finden kann, der sie deckt, dann schreit sie so laut, dass selbst die Nachbarn alles hören können. Außerdem nutzt sie dann gerne alles andere als das Klo, um ihre Duftstoffe zu verteilen. Sie sollten also, wenn Ihnen von Anfang an klar ist, dass es keine Nachkommen geben soll, die Katze nach der ersten Rolligkeit (Dauer ca. 1 Woche) kastrieren lassen, denn jede weitere Rolligkeit, die mehrmals im Jahr auftritt, bedeutet Stress für Sie und die Katze.

Ein Kater wird bei der Geschlechtsreife nicht so anhänglich wie die Katze, aber er erschwert dem Menschen das Leben, indem er seine Duftstoffe in der Wohnung verteilt, um willige Weibchen anzulocken. Diese spritzt er besonders gern an Wände und Schränke. Auch hier hilft nur die Kastration, um weitere Unannehmlichkeiten in diese Richtung zu vermeiden.

Das Ritual vor der Paarung
Die rollige Katze streicht in den Tagen der Empfängnisbereitschaft an allen für sie erreichbaren Gegenständen herum und reibt sich an, um ihre Düfte zu verteilen. Außerdem rollt sie sich sehr oft auf den Boden und streckt ihr Hinterteil demonstrativ in die Höhe, um es den Männchen anzubieten. Wenn sie nicht gedeckt wird, dann wiederholt sich das Spiel nach etwa drei Wochen noch einmal. Finden sich willige Kater, dann dürfen diese aber nicht sofort an die Katze heran. Mit kräftigen Hieben und lauten Fauchen signalisiert die Katze ihrem “Partner”, dass er auf Abstand gehen soll. Erfahrene Kater kennen dieses Ritual bereits und ziehen sich geduldig zurück. Kommen mehrere Kater zur Paarung in Frage, müssen diese in einem Kampf ausmachen, wer das Weibchen decken darf. Die Männchen tauschen böse Blicke und Hiebe aus und versuchen so, einander loszuwerden. Dabei kommt es schon das eine oder andere Mal zu schlimmen Verletzungen. Besonders dann, wenn kein Kater zuvor freiwillig abgezogen ist.

Die Paarung
Ist die Katze bereit zur Paarung, dann signalisiert sie es dem Kater, indem sie sich am Boden kauert, das Hinterteil in die Höhe streckt und den Schwanz zur Seite biegt. Der Kater darf die Katze nun begatten. Der Geschlechtsakt an sich dauert nur wenige Sekunden. Die Katze schüttelt den Kater abrupt wieder ab und signalisiert so das Ende der Paarung. Da der Kater an seinem Penis kleine Widerhaken hat, ist der Geschlechtsakt für sie Katze schmerzhaft und unangenehm. In der Rolligkeit paart sich die Katze häufig mit mehreren Männchen. Erst der Beginn der Tragzeit lässt diese Phase beenden.

Die Tragzeit
Dass eine Katze trächtig ist, fällt in den ersten Wochen der Schwangerschaft kaum auf, da sich der Katzenkörper kaum verändert. Merkliche Änderungen treten ungefähr in den letzten drei Wochen der Tragzeit, die im Schnitt 63-65 Tage dauert, auf. Die Katze wird molliger, leckt sich vermehrt die Zitzen und die Analregion. Sie wird zunehmend nervöser, legt sich zum Schlafen auf die Seite und macht sich auf die Suche nach einem geeignetem Plätzchen für die Geburt. Hauskatzen neigen dazu, ihre Jungen in der nähe “ihrer Menschen” auf die Welt zu bringen. Dafür sucht sie sich meistens einen Schrank, eine kleine Schachtel oder einfach das Bett des Menschen. Die Geburt der Katzenbabies kann mehrere Stunden dauern. Die Abstände der Geburt der einzelnen Kätzchen sind unregelmäßig.

Das Heranwachsen der Kätzchen
Unmittelbar nach der Geburt sind die Kätzchen blind und taub. Sie wiegen etwa 100 Gramm, wobei das Gewicht zwischen 60 bis 140 Gramm variieren kann. Mit Hilfe des Tast- und Geruchssinns suchen sie die Zitzen ihrer Mutter. Sie gibt ihnen über das Kolostrum, die erste sehr dünne Milch, Immunität durch Antikörper, die sie auf Grund früherer Impfungen und Infektionen gebildet hat. Nach wenigen Tagen wird die Kolostromproduktion eingestellt und richtige Milch gebildet. Indem die Kätzchen die Zitzen massieren (Milchtreten) und schnurren, stimulieren sie die Milchproduktion. Dieses sogenannte “Milchtreten” tritt auch in späteren Lebensjahren der Katzen noch auf und ist ein Ausdruck des Wohlbefindens. Jedes Kätzchen entwickelt eine Vorliebe für eine bestimmte Zitze. Die Kätzchen werden mehrmals täglich gesäugt. Während der ersten paar Tage entfernt die Katze sich nur selten von ihrem Wurf. Die Kätzchen sind in dieser Zeit hauptsächlich mit Schlafen und Trinken beschäftigt. Aber schon nach kurzer Zeit fauchen sie zaghaft, wenn sie berührt werden oder einen bestimmten Geruch wahrnehmen, und schnurren, wenn sie sich an den Körper der Mutter schmiegen. Die Kätzchen entwickeln ihre Sinne, indem sie vom ersten Lebenstag an stimuliert und angeregt werden. Um sie dabei an Menschen zu gewöhnen, sollten sie aufgehoben und gestreichelt werden. In den ersten Wochen leckt die Mutter die Anal- Genitalregion der Kätzchen, um die Ausscheidung von Urin und Kot zu stimulieren.

Nach 10 Tagen öffnen die Kätzchen die Augen, richten die Ohren auf und entdecken neue Sinneswahrnehmungen. Sie wiegen nun bereits 200 Gramm. Ab der zweiten Woche widmen sich die Kätzchen der Entdeckung des eigenen Körpers, der Geschwister und der unmittelbaren Umgebung des Nestes. Sie lernen, sich immer schneller und geschickter zu bewegen und bei spielerischen Kämpfen mit den Geschwistern, mit den Pfoten und dem Maul umzugehen.Ebenso erfahren sie, worauf die Artgenossen mit Beißen, Miauen, Flucht und Fauchen reagieren. Ab der dritten Woche stehen sie schon recht gut und versuchen sich auch schon im Sitzen und Klettern. Bis zum Alter von drei Wochen verbringen die Kätzchen jedoch 90 Prozent ihrer Zeit mit Schlafen. Dann zeichnet sich zunehmend der Rhythmus des erwachsenen Tieres ab, das etwa 16 Stunden am Tag schläft.

  

Mit der Zeit werden die Kätzchen immer aktiver, neugieriger und verspielter. Die Motorik entwickelt sich, und sie werden selbstständiger. Die Mutter unterstützt dies, indem sie sie nach drei bis vier Wochen in ein anderes Nest bringt, wo sie mehr Bewegungsfreiheit haben, aber sich nicht zu weit aus dem Kontrollbereich der Mutter entfernen können. Dieser Ort liegt oft in der Nähe des Hauses der Menschen oder auch im Wohnzimmer. Mit einem Monat wiegen die Kätzchen bereits 300 Gramm und beginnen, sich selbst zu putzen und mit Gegenständen zu spielen. Sie können bereits feste Nahrung fressen. Da ihre Mutter sie streng zur Stubenreinheit erzogen hat, können sie in der Regel das Katzenklo selbstständig nutzen. In der Entdeckung der Welt sieht man, wie verschieden die Kätzchen ihrem Wesen nach sind. Nach zehn Wochen werden alle Kätzchen vorsichtiger und werden Neuem gegenüber voreingenommener.

Mit zwei Monaten beginnt das Erwachsenwerden, bei in Freiheit lebenden Katzen oft erst mit vier. In dieser Zeit lernt das Kätzchen, sich nach dem Beispiel der Mutter allein zu putzen. Die Jungen folgen der Mutter, die sie streng überwacht und verhindert, dass sie sich zu weit entfernen, auf allen Wegen. Wenn ein Garten zur Verfügung steht, werden sie auch in der Kunst des Jagens unterwiesen. Nun wird das Spielen zur Hauptaktivität der Kätzchen. Mit drei Monaten klettern die Jungen Vorhänge und Bäume hoch, schärfen ihre Krallen an Gegenständen und springen voller Eifer. So festigen sich die Nervenbindungen, die Muskulatur entwickelt sich und die Bewegungen werden immer präziser. Außerdem fördert und prägt das Spielen das Sozialverhalten. Nach drei Monaten wollen die jungen Katzen nicht mehr saugen und ernähren sich selbständig. Im fünften Monat verlieren sie die Milchzähne.

Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation
Leider sind noch viele Menschen der Annahme, dass man Kater kastriert und Katzen sterelisiert, um sie unfruchtbar zu machen. Diese Annahme ist jedoch nicht ganz richtig, denn sowohl Katzen und Kater können kastriert und sterelisiert werden.
Der Unterschied zwischen Kastration und Sterilisation ist folgender: Bei der Kastration werden die Keimdrüsen entfernt. Das bedeutet, dass dem Kater die Hoden und der Katze die Eierstöcke operativ entfernt werden. Bei der Sterilisation hingegen werden nur die Samenleiter, bzw. die Eileiter durchtrennt oder aber ein kleines Stück entfernt.
Nach einer Kastration ist ein Tier nicht nur umfruchtbar, sondern es ändert auch ihr Verhalten. Kater werden etwas friedlicher und stoppen in den meisten Fällen das Markierungsverhalten, wenn sie früh genug kastriert werden. Der Sexualtrieb hat nachgelassen, also werden keine Lockstoffe für Weibchen mehr verteilt. Bei weiblichen Katzen bewirkt die Kastration, dass das Krebsrisiko an den Milchdrüsen erheblich sinkt und auch Erkrankungen der Gebärmutter, die bei unoperierten Katzen öfters auftreten, bleiben aus.
Die Sterilisation unterbindet, genau wie die Kastration, die Fortpflanztungsmöglichkeit der Tiere. Jedoch bleibt das Sexualverhalten der Tiere nach dem Eingriff unverändert. Kater markieren weiterhin ihr Revier, raufen sich mit Artgenossen und das gewünschte Weibchen für sich zu gewinnen und Kätzinnen werden weiterhin rollig und markieren ihr Umfeld ebenfalls genauso wie vor dem Eingriff. Auch die Risiken der Erkrankungen an Gebärmutter und den Milchdrüsen bleiben nach der Operation erhalten.

Wer sich also entscheidet, dass das Tier unfruchtbar gemacht werden soll, sollte sich besser für die KAstration entscheiden, da diese deutliche Vorteile gegenüber der Sterilisation beringt. Da das Markrieungsverhalten wegfällt und vor allem die Katzen nicht mehr rollig werden, bedeutet das weniger Stress für das Tier und den Halter.
Je nach körperlicher Entwicklung werden die Tiere in etwa im Alter von 7 Monaten kastriert. Vor der Op müssen die Tiere mindestens 12 Stunden hungern und Katzen sollten nicht rollog sein.

Wann dürfen Kätzchen von der Mutter getrennt werden?
Kleine Kätzchen dürfen auf keinem Fall frühzeitig von der Mutter entfernt werden. Die ersten Wochen sind besonders wichtig und prägend für ein Katzenbaby, denn hier lernt es alles wichtige für das weitere Leben. Es reicht nicht aus, dass das kleine weiß, wie man alleine frisst. So ein kleines Fellbündel lernt viel mehr in den ersten Wochen - und zwar von der Katzenmama und den Wurfgeschwistern, nicht vom Menschen. Die Katzenmama zeigt ihren kleinen, wie man sich richtig putzt, wie man die Katzentoilette richtig benutzt und bereitet die kleinen ebenfalls aufs Jagen usw. vor. Außerdem ist die Ernärung durch die Muttermilch in den ersten Wochen unumgänglich und auf Grund der vielen Vitamine lebenswichtig.
Davon abgesehen ist die Phase der Sozialisierung sehr wichtig. Die kleinen Katzen brauchen ihre Artgenossen um zu lernen, wie man mit anderen Katzen umzugehen hat. Was darf man alles? Wo sind die Grenzen? Was tut weh? Wie verhalte ich mich wann? All dies kann ein kleines Baby nur von der Mama und den Geschwistern lernen.
Darüber hinaus hat ein kleines Kitten einfach Angst, wenn es so früh von der Mutter getrennt wird und plötzlich alleine ist. Die Geborgenheit fehlt, die Wärme und Liebe der Mutter ist nicht mehr da. Diese Trennung ist für ein kleines Katzenbaby nicht leicht und fällt deshalb im Alter von drei Monaten einfach leichter, als im Alter von 8 Wochen.
Sollte es trotzdem dazu kommen, dass das Kitten frühzeitig von der Mutter getrennt werden muss, sollte es möglichst mit anderen Katzen zusammengeführt werden, damit es nicht zu sehr unter Angst und Einsamkeit leidet. Der soziale Kontakt ist wichtig.

“Das Heranwachsen der Kätzchen” und das Bild aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Hauskatze#Wachstum

 
Anzeigen