Hauptmenü
Home
Alles über Katzen
Marktplatz
Branchenverzeichnis
Anzeigen
Wetter
Das Wetter heute
Maine Coon
Maine Coon

Enstehung: 1860er Jahre
Ursprungsland: USA
Vorfahren: Bauernkatzen
Einkreuzungen: Keine
Synonym: Main Shag
Gewicht: 4 - 10kg
Temperament: Sanft

 

Die Maine-Coon-Katze, auch bekannt als amerikanische Waldkatze, ist eine Haus- und Gebrauchskatze (working cat), die die Bewohner von Maine in den USA 1985 mit dem Titel „Nationalkatze“ bedachten. Die Maine Coon gehört zu den sogenannten Halblanghaarkatzen mittelschwerer Form. Da sie sehr anhänglich ist, wird die Maine Coon auch „Hundkatze“ genannt. Vor der Anerkennung als eigenständige Rasse wurde sie auch Gentle Giant („sanfter Riese“), Maine Cat, Maine Shag, Mainies oder Shaggies genannt.

Maine Coon sind im allgemeinen intelligente und verspielte Tiere. Sie benutzen mit Vorliebe ihre vorderen Pfoten, was dazu führt, dass sie problemlos Türen und Wasserhähne öffnen und kleine Objekte aufnehmen können. Allerdings ist Vorsicht geboten: beim Spielen sind sie immer schneller als ihr Herrchen/Frauchen, Kratzwunden sind fast unvermeidbar. Auch gibt es Maine Coons, die reine Meisterdiebe sind; sie horten Gegenstände (Spielsachen, Kugelschreiber, Schlüsselbunde u. ä.) oft an bestimmten versteckten Plätzen. Viele Maine Coons nehmen ihr Futter mit der Pfote auf und fressen nicht direkt aus dem Futternapf. Sie spielen auch gerne mit, nicht jedoch im Wasser (was oft kolportiert wird), so dass um den Wassernapf herum schon mal eine Überschwemmung stattfinden kann.

Ihre Stimme ist eher leise und hoch, eigentlich nicht der Größe der Tiere angepasst, dafür ist die Maine Coon aber sehr gesprächig, sie maunzt und gurrt den ganzen Tag, ob in Gesellschaft von Menschen oder ihren Artgenossen. Mit dieser Stimme kann sie aber ganz gezielt auf ihre Wünsche aufmerksam machen, wie zum Beispiel apportieren, was vielen offensichtlich großen Spaß bereitet.

Als working cat ist die Maine Coon auch ein begabter Jäger. Maine Coon fangen gerne und erfolgreich Mäuse und sogar Ratten, Vögel und Kaninchen. Häufig sind Maine Coons sehr „sozial“ eingestellte Katzen. Wenn sie Freigang haben und andere Katzen mit in ihre angestammte Wohnung kommen können, so werden diese oftmals von ihnen geduldet.

Die Zuchtgeschichte der Maine Coon:
Alta Smith und Ruby Dyer gründeten den „Central Maine Cat Club“ und organisierten eine Kombination aus Foto- und Katzenausstellung. Damit die Maine Coon als Rassekatze wieder anerkannt werden konnte, begannen Liebhaber und Züchter mit einem „Show-In“, d. h. auf jeder Katzenshow wurden Maine Coons gezeigt. Es dauerte bis zum 1. Mai 1976, bis auch der letzte große amerikanische Dachverband die Maine Coon als vollwertige Rassekatze anerkannte. Da zu diesem Zeitpunkt keine „Zuchtkatzen“ der Rasse verfügbar waren, wurden sog. „Foundation“-Tiere, sozusagen vom Bauernhof geholte Katzen, als Grundstock herangezogen. Die ersten bekannten Züchter etablierten sich Ende der 1960er, Anfang der 1970er Jahre. Zu ihnen gehörten Mary M. Condit („Heidi-Ho“), Sonya Stanislow („Tati-Tan“) und Ethelyn Whittemore („Whittemore“). Aus ihren Zuchten gingen die bis heute als „Top 5“ bekannten Tiere hervor, die in fast keinem Stammbaum einer klassisch gezüchteten Maine Coon fehlen:
- Andy Katt of Heidi-Ho
- Bridget Katt of Heidi-Ho
- Dauphin de France of Tati-Tan
- Tatiana of Tati-Tan
- Whittemore Smokie Joe

Da in der Maine-Coon-Zucht Krankheiten nicht ausgeblieben sind, versuchen moderne Züchter durch einen Rückgriff auf heutige „Foundation“-Tiere den Genpool wieder zu erweitern. Insoweit sind in heutigen Stammbäumen die „Top 5“ nicht immer vertreten.

Im Jahr 1973 fiel Barbara Simon aus Berlin ein Foto einer Maine Coon in Grace Ponds „The Complete Cat Enzyclopaedia“ auf, und sie war sofort begeistert. Dem Ehepaar Simon gelang die Kontaktaufnahme mit den Züchtern Mary M. Condit sowie Pat und A. G. Robbins („Gemütlichkat“), die zu jener Zeit in Deutschland stationiert waren und als Katzenliebhaber ihre Tiere aus den Staaten nach Europa mitbrachten. Mrs. Condit versprach Barbara Simon einen Kater aus ihrem nächsten Wurf und half ihr geeignete Zuchtkatzen zu finden.

In der Schweiz liebäugelten Gideon und Erika Gautschi („von Anatolien“) schon lange mit einer Maine Coon. Sie hatten amerikanische Artikel über die Shaggies gelesen. Durch Empfehlung nahmen sie Kontakt zu den Züchtern Phyllis Voth („Sundar“) aus Wisconsin und Larry Page („of Clowder“) aus Appleton auf. Im Februar 1978 betrat dann eine Maine Coon offiziell und erstmalig schweizerischen Boden.

Die Anerkennung in der FIFé gelang nicht auf Anhieb. Der erste Antrag mit den geforderten Originalunterlagen ging angeblich verloren. Beim zweiten Versuch wurde der Antrag von Frau Simon in Deutschland und der identische Antrag von Herrn Gautschi in der Schweiz gestellt.

Im Januar 1983 hatte auch die FIFé die Maine Coon in den Reigen der Rassekatzen aufgenommen.

Rassestandards der WCF (World Cats Federation)

Körper
Die große bis sehr große Katze verfügt über einen muskulösen, langgestreckten und breiten Körper. Sie wirkt im Ganzen rechteckig. Der muskulöse Hals ist von mittlerer Länge, der Brustkorb ist breit. Die mittellangen Beine sind kräftig und muskulös. Die Pfoten sind groß, rund und mit Haarbüscheln versehen. Der Schwanz ist lang und soll mindestens bis zur Schulter reichen. Er ist breit am Ansatz, spitz zulaufend und wehend behaart.

Kopf
Der große, massive Schädel mit geraden Konturen wirkt kantig. Die Wan genknochen sind hoch angesetzt. Die Nase ist mittellang. Die Schnauzenpartie ist massiv und kantig und deutlich abgesetzt. Das Kinn ist massiv und kräftig und verläuft in einer Linie mit Oberlippe und Nase. Das Profil ist geschwungen.

Ohren
Die Ohren sind sehr groß mit einer breiten Basis und laufen spitz zu. Sie stehen fast aufrecht und hoch. Der Abstand zwischen den Ohren ist nicht mehr als eine Ohrbreite. Die Haarbüschel in den Ohren ragen über den Ohraußenrand, Haarpinsel sind erwünscht.

Augen
Groß, oval, weit auseinanderstehend, leicht schräg gesetzt. Die Augenfarbe soll einheitlich sein und harmonisch zur Fellfarbe passen.

Fell
An Kopf und Schultern ist das Fell mit Ausnahme des Kragens kurz und wird entlang des Rückens und der Flanken sowie auch am Bauch deutlich länger. Die dichte Unterwolle ist weich und fein, unter gröberem, festem Deckhaar. Das dichte, locker fallende Deckhaar ist wasserabstoßend und bedeckt Rücken, Flanken und Schwanzoberseite vollständig. Die Körperunterseite und die Rückseite der Hinterbeine besitzen nur Unterwolle. Längere Brustbehaarung ist erwünscht, ein voller Kragen nicht erforderlich.

Farbvarianten
Die Farben Chocolate und Cinnamon, sowie deren Verdünnung (Lilac und Fawn) sind in allen Kombinationen (Bicolour, Tricolour,Tabby) nicht anerkannt. Der Pointfaktor ist ebenfalls nicht anerkannt. Alle anderen Farben sind anerkannt und die Beschreibungen sind der allgemeinen Farbliste zu entnehmen.

Fehler
Überall gleich langes Fell ist ein Fehler. Feiner Körperbau schließt das CAC aus.Punkteskala

Körper:33 Punkte
Kopf:30 Punkte
Fellfarbe und -textur :   25 Punkte
Augenfarbe: 5  Punkte
Kondition: 5  Punkte
 
Anzeigen