Logischerweise gibt es alternative, “natürliche” Heilmethoden nicht nur für Menschen, sondern auch für Katzen. Und ebenso logischerweise gilt hier das Gleiche wie bei den chemisch synthetisierten Medikamenten der Humanmedizin: Was für Menschen gut ist, kann u.U. eine Katze schwer schädigen oder gar umbringen.

Alternative Katzenmedizin

    Pflanzliche Heilmittel (Phytotherapeutika):
    Sie wirken auf den Organismus der Katze nicht automatisch genauso wie auf den menschlichen Organismus. Als Beispiel sei hier das ätherische Öl der Nadelbäume genannt: Was unseren Atemwegen gut tut, kann für die Katze tödliche Folgen haben, denn die darin enthaltenen Terpene sind für sie hochgiftig. Noch stärker gilt das für das beliebte und sogar zur Floh- und Zeckenbekämpfung angebotene Teebaumöl: Finger weg, es ist Gift für Katzen (Näheres dazu ist unter http://people.freenet.de/sindern/teebaum.html zu finden)! Pflanzliche Heilmittel sind auch nicht per se harmlos und unschädlich. In den meisten Fällen handelt es sich um hochwirksame Medikamente. Unerwünschte Nebenwirkungen sind also möglich, und bei falscher Anwendung oder Dosierung können sie heftig schaden.

    Homöopathika:
    Die klassische Homöopathie ist nicht zur Selbstbehandlung geeignet. Der Homöopath sieht sich den Patienten sehr genau an und wählt anhand einer sehr umfassenden Untersuchung und Betrachtung das nur für diesen Patienten richtige Homöopathikum aus. Wenn lediglich aufgrund eines einzelnen Symptoms ein Homöopathikum empfohlen wird: Finger davon! Ein Symptom wie Husten z.B. kann enorm viele verschiedene Ursachen haben, von harmlos bis lebensbedrohlich. Kein echter Homöopath wird aufgrund einer so nichtssagenden Angabe wie Husten ein Homöopathikum empfehlen.
    Allerdings ist nicht alles, was sich Homöopathie nennt, auch wirklich Homöopathie. Viele pflanzliche Medikamente werden homöopathisch hergestellt, aber phytotherapeutisch verwendet. Das betrifft vor allem Urtinkturen und Potenzen im unteren D-Bereich. Hier gilt wieder dasselbe wie bei den pflanzlichen Heilmitteln: Sie sind wirksam, teils hochwirksam, können unerwünschte Nebenwirkungen haben und bei falscher Dosierung oder Anwendung schaden.

    Bachblüten:
    Bachblüten sind kein Medikament. Sie sind grundsätzlich nicht zur Behandlung von Krankheiten gedacht und geeignet. Wer sie zur Bekämpfung übergroßer Ängstlichkeit, Unruhe, Aggression, Eingewöhnungsschwierigkeiten oder Pinkelproblemen geben will, sollte sich einschlägige Literatur besorgen und in der Apotheke stets um die alkoholfreie Variante bitten. Bachblüten sind unschädlich - solange durch ihren Einsatz eine notwendige tierärztliche Behandlung nicht hinausgezögert wird. Bei vermeintlich psychischen Problemen sollte daher immer auch an eine mögliche körperliche Ursache gedacht und diese abgeklärt werden.

    Akupunktur
    Akupunktur ist eine Heilmethode aus China, die dort unter dem Namen Zhen-Jui bekannt ist und soviel wie Nadelstechen und Räuchern heißt.
    Bei dieser Therapieform werden an gezielt ausgesuchten Körperstellen, also der Körperoberfläche, an den Knochen, Gelenken oder Muskeln Akupunkturnadeln unterschiedlich tief in die Haut gestochen. Durch diese Prozedur werden Yin und Yang reguliert und Blockierungen innerhalb des Organismus der Katze wieder ausgeglichen. Die Organsysteme werden angeregt oder beruhigt und die Energie im Körper kann wieder ungestört fließen. Die traditionelle Akupunktur setzt voraus, dass eine sehr hohe Kenntnis von chinesischer Medizin, orientierter Diagnostik und bestimmte Vorstellungen von Krankheitsbildern bekannt ist. Neben den Akupunkturnadeln gibt es in der Tiermedizin auch schon Laser, die für die Akupunktur verwendet werden.

    Anwendungsgebiete bei Katzen

    • Erkrankungen des Blutes (Anämie, Leukose)
    • Immunschwächeerkrankungen
    • Degenerative Erscheinungen am Bewegungsapparat
    • Anregung der übergeordneten Hormondrüsen
    • Blockaden im Vegetativum und damit verbundene Organinsuffizienzen
    • Erkrankungen des Zentralnervensystems (auch psychischen Ursprungs)
    • Schmerzsyndrom

    Quelle: http://www.drtk-faq.de/