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Biologisch artgerechte Roh-Fütterung

Zunächst eimal muss “Barfen” erklärt werden. Hierbei handelt es sich um biologisch artgerechte Rohfütterung der Katzen.

Das heißt also, dass Sie sich als Katzenhalter bemühen, das Tier so naturnah und artgerecht wie möglich zu ernähren. Das bedeutet aber nicht, dass Sie 3 Kilo rohes Fleisch kaufen und dann täglich immer mal ein paar Brocken davon in den Napf legen. So einfach ist das ganze leider nicht und bedarf etwas Erfahrung und vor allem Zeit und Geduld. Trotzdem ist es keine tiefgehens durchgeforschte Wissenschaft, die man erst studiert haben muss, um sie zu verstehen.
Sie können sich als Katzenhalter überlegen, ob Sie Ihrer Katze hin und wieder mal ein rohes Stückchen Fleisch anbieten, oder aber ob Sie 100 % auf die Fütterung von Rohfleisch setzen.
Viele Katzenbesitzer entscheiden sich erst nach einer Krankheit der Katze, dass eine Rohfütterung besser geeignet ist. Das kann zB vorkommen, wenn das Futter des Tieres auch ein Grund der Krankheit ist, weil es für die Katze unverträgliche Zusatzstoffe enthält.
In solchen Fällen ist es meistens so, dass die Katze zu mehr als 20% mit rohem Fleisch gefüttert werden muss was heißt, dass das Futter supplementiert (mit Zusätzen ergänzt) werden muss. Dieser Vorgang ist ein wenig komplizierter, da wir nicht einfach nur das Fleisch von unserem Metzger für die Katze brauchen. Es reicht also nicht, dass Sie für die ganze Familie und die Katzen zusätzlich etwas mehr einkaufen und es dabei belassen. Sie müssen alle nötigen Zusätze, die im Dosenfutter der Katze meistens erhalten sind, sorgfältig auswählen, kaufen und ebenfalls verfüttern.

Vorteile des Barfens

  • Der Verdauungsapparat der Katzen ist von Natur aus auf rohes Fleisch ausgelegt. Er hat sich zwar der industriellen Fütterung schon ein wenig angepasst, doch ist dies nur eine geringe Veränderung, die die Rohfütterung nicht beeinträchtigt.
  • Industrielles Futter wird sehr heiß gekocht und dann konserviert um lange haltbar zu sein. Dabei gehen viele der Vitamine und wichtigen Inhaltsstoffe verloren, die die Katze eigentlich braucht.
  • Sie können individuell auf Ihre Katze eingehen. Hat Ihre Katze zB eine Allergie, können Sie das Futter gesund zusammenstellen. Außerdem können Sie viel besser auf die persönlichen Vorlieben Ihres Tieres eingehen.
  • Bei industriellem Dosenfutter wissen sie meistens nicht, was Ihre Katze worklich zu fressen bekommt. Beim Barfen kennen Sie alle Inhaltsstoffe des Futters genau.
  • Kauen von rohem Fleisch ist die Zahnpflege der Katze. Sie beugen Zahnstein und Zahnfleischentzündungen durch natürliche Säuberung vor.
  • Rohes Futter wird ganz anders verdaut. Die Katze geht nicht mehr so häufig auf die Katzentoilette sondern hinterlässt in der Regel einmal am Tag ein kleines Häufchen, dass lange nicht so geruchsintensiv wie bei der Fütterung von Katzen ist.

Nachteile des Barfens

  • die Fütterung nimmt etwas mehr Zeit in Anspruch. Hier heißt es nicht “Dose auf und Futter in den Napf”. Sie müssen regelmäßig einkaufen, das Fleisch kleinschneiden, portionsweise einfrieren, jeden Tag wieder eine Portion auftauen und wenn Sie mehr als 20 % Rohfleisch füttern, müssen Sie zum Rohfleisch alle nötigen Supplemente hinzufügen.
  • Barfen kostet meistens etwas mehr Geld, wenn Sie sonst das biligste Futter verfüttert haben. Ansonsten ist es vergleichbar mit den teureren Sorten und kann unter Umständen ein wenig günstige werden, wenn Sie bei Angeboten zugreifen und einfrieren. Das Fleisch wird in der Truhe nicht schlecht.
  • Wenn Sie mehr als 20% barfen, dann müssen Sie die nötigen Suppelemente kaufen. Die kann unter Umständen etwas Rennerei beudeuten, doch wenn Si erstmal wissen, wo Sie alles kriegen, dann ist auch das problemlos.
  • Es kann sein, dass Sie etwas Zeit und Geduld brauchen, um Ihrer Katze das Barfen schmackhaft zu machen. Viele Katzen finden es einfach ungenießbar und würden viel lieber das Dosenfutter weiterfressen. Meistens gewöhnt sich das Tier aber an die neue Fütterung. Will es absolut nicht fressen, dann zwingen Sie Ihr Tier nicht zum Barfen - steigen Sie wieder auf Dosenfutter um, wenn es Ihre Katze glücklicher macht!

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Wissenswertes zum Barfen

Man kann im Prinzip jedes Fleisch roh verfüttern. Grundsätzlich ist jedoch von Schweinefleisch abzuraten, da es in manchen Gegenden Deutschlands Erreger der so genannten „Pseudotollwut“ (Aujetzky’sche Krankheit) enthalten kann, die für den Menschen unschädlich, für Katzen aber tödlich sein kann.

Knochen dürfen auch verfüttert werden, aber niemals gekocht oder gegart, da sie sonst splittern. (Vorsicht beim Auftauen in der Mikrowelle: Knochen garen dabei!)
Hühnerflügel oder -hälse sind sehr beliebt als Knochensnack. Aber: Bitte Vorsicht bei Katzen, die beim fressen gerne mal „schlingen“! Bei komplett verschlungenen Knochenstücken kann schon mal eine Notfallbehandlung fällig werden! (Das ist eher selten, aber möglich.)
Zudem enthalten Knochen neben vielen anderen Stoffen viel Calzium. Das ist sehr wichtig und fehlt, wenn man nur Fleisch ohne Knochen füttert – aber man kann es gut supplementieren (z.B. durch gemahlene Eierschalen). Knochenteile sollten nicht mehr als 30% des Gesamtfutters ausmachen, denn sonst kommt es zu Calzium-Überversorgung und die führt zu Verstopfung.

Fisch kann man bis zu 2 Mal pro Woche geben, er wird auch roh sehr gern genommen. Durch Einfrieren vor dem Verzehr sterben Parasiten im Fischfleisch ab. (Katzen können sich – fast – nicht mit Salmonellen infizieren. Ihre Verdauungssäfte töten diese recht zuverlässig ab und die Verdauung an sich geht schnell, so dass die Salmonellen keine Zeit haben, sich niederzulassen.)

Neben Fleisch sollte man einen kleinen Anteil der Nahrung in Form von Gemüse und Getreide (Reis, Weizenkeime u.ä.) anbieten. In der Natur fressen Katzen ja auch z.B. den Mageninhalt von Mäusen, der dann im Endeffekt auch zur Nährstoffversorgung beiträgt.

Näheres zum Thema Rohfütterung und Zubereitung von Rohfutter finden Sie auf www.savannachat.de.

Quelle “Wissenswertes”: Katzenforum http://www.katzen-links.de/katzenforum2/index.php –>

 
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